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So verlief der grosse Tag des Ambrosi Hoffmann


Ambrosi Hoffmann hat es geschafft: Dritter im Super-G, Bronze an Olympia!

Dabei hat Amba in Sestriere schwere Zeiten mitgemacht. Enttäuschende Abfahrtstrainings, enttäuschende Abfahrt.

Der Super-G war die letzte Chance, an Olympia noch etwas zu erreichen. Ambrosi Hoffmann erinnert sich: „Am Morgen des Renntages stand ich mit gemischten Gefühlen auf. Ich fühlte mich gut, aber eine spezielle Olympiastimmung verspürte ich nicht. Erst während der Besichtigung des Super-G machte sich langsam ein ein Kribbeln in meinem Bauch bemerkbar. Vielleicht deshalb, weil ich sofort sah, dass da etwas für mich drin lag.“

Als die ersten Fahrer ins Rennen gingen, sass Amba vor dem Fernseher. Dann ging er raus und sah, „dass das Wetter immer schlechter wurde. Und die gefahrenen Zeiten auch. ‚Scheisse’, dachte ich. So war es eine Erleichterung, dass vier Startnummern vor mir das Rennen abgebrochen wurde.“

Ambrosi Hoffmann zog sich mit den anderen Schweizer in ein Restaurant neben dem Start zurück. Zusammen mit Marco Büchel und Bruno Kernen legte er sich in ein Bett. „Ich nickte fast ein. Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: Die Sonne scheint! Tatsächlich riss der Himmel auf. Die Anspannung war sofort wieder da. Es konnte los gehen.“

Es ging los. Entschlossen tauchte Amba in die Tiefe. Aber er spürte nicht wirklich, wie schnell er unterwegs war. Und im Ziel dauerte es Sekunden, bis er realisierte, dass er soeben in Führung gegangen war. Das grosse Zittern begann. „St. Moritz kam mir wieder in den Sinn.“ Dort war Hoffmann 2003 an der WM im Super-G Vierter geworden – vier Hundertstel neben der Silbermedaille.

Diesmal wurde die Leistung belohnt. „Als Hermann Maier unten war, wusste ich: Bronze!

Ich war überglücklich. Einfach nur erleichtert. Mir war nicht nach Schreien zumute, einfach nur geniessen. Und allen Medien Red und Antwort stehen. Dann kamen langsam die Trainer ins Ziel. Die Gratulationen von ihnen gingen zum Teil unter die Haut. Ein Film fing an zu laufen. Ich schaute einfach nur noch, was als Nächstes kommen würde.“

Es folgte die Flowerzeremonie, also die Siegerehrung noch ohne Medaillenübergabe. Dann Dopingkontrolle und Medienkonferenz.

Und schon ging es ab nach Turin zur Medaillenfeier.

„Ich durfte meine Freundin mit ins Auto nehmen. Das war schön“, blickt Amba zurück, „so verging die Fahrzeit viel schneller.“

Die Medaillenfeier in Turin ist für Ambrosi Hoffmann unvergesslich. Alle Gewinner des Tages warteten im gleichen Raum auf den festlichen Akt. So lernte ich Stars aus anderen Sportarten kennen. Wir Alpinen traten als Letzte ins Rampenlicht. Es war wunderschön. Und eines habe ich mir auf diesem Podest geschworen: Ich werde alles dafür geben, irgendwann ganz zuoberst auf dem Treppchen stehen zu können!“

Den Abend verbrachte Amba aber nicht in der Grossstadt Turin, sondern fuhr sofort zurück nach Sestriere ins Schweizer Haus. „Ich wollte zur Mannschaft, zu allen Betreuern, die mir diesen Erfolg ermöglicht haben.“

Die Feier war sehr schön und dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Ambrosi Hoffmann war allein, als er vom Start ins Ziel raste und mit dieser Fahrt die Medaille gewann. Aber er vergisst nicht, wie viele Leute ihm auf dem Weg bis zu dieser Medaille geholfen haben. „Ich danke an dieser Stelle noch einmal dem ganzen Team, meinen Förderern aus jungen Jahren und ganz speziell meiner Familie, die immer ein grosser Rückhalt für mich war. Ein dickes Dankeschön auch an Stöckli für den absolut tollen Ski. Ein verschworenes Team steht dort hinter mir und unterstützt mich mit leidenschaftlichem Einsatz und grossem Engagement.“

Der Olympia-Dritte vergisst auch seine Fans nicht: „Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht. Und vielen Dank für das Daumendrücken!

Euer Amba

20.2.2006 17:46 []

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